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Krebsliga BernAktuellBewegung als Unterstützung bei und nach einer Krebserkrankung

Bewegung als Unterstützung bei und nach einer Krebserkrankung

Wie wird Bewegung definiert? Was kann sie bewirken? Welche Erkenntnisse liefern Studien? Und wie finden Bewegungsmuffel Zugang zu körperlichen Aktivitäten? Zu diesen und weiteren Fragen lieferte Selina Schättin, Spezialistin für Angebotsentwicklung bei der Krebsliga Schweiz, in ihrem Vortrag Antworten. Mit einfachen und praktischen Übungen kam auch die Bewegung nicht zu kurz.

Gleich zu Beginn ihres Vortrages übermittelte die Bewegungswissenschaftlerin und Sporttherapeutin den Anwesenden die wichtigste Botschaft: Jede Bewegung ist besser als keine und es ist nie zu spät mit körperlicher Aktivität zu beginnen.

Bewegungsempfehlungen
Das Netzwerk Gesundheit und Bewegung Schweiz empfiehlt für Erwachsene 150 Minuten Ausdauer pro Woche bei mittlerer Intensität oder 75 Minuten Ausdauer pro Woche bei hoher Intensität. Ergänzend sollte an zwei oder mehr Tagen Kraft trainiert werden. Bei Erwachsenen ab 64 Jahren wird zusätzlich Gleichgewichts- und sturzpräventives Training empfohlen. Die schweizerischen Bewegungsempfehlungen gelten grundsätzlich auch für Krebsbetroffene. Je nach Krankheit und Verlauf ist es ratsam die individuelle Leistungsfähigkeit mit dem Behandlungsteam abzusprechen.

Bewegung und Krebs
Die Wirkung von Bewegung ist vielfältig. Wer sich regelmässig bewegt, stärkt seine Knochen und Muskeln. Dadurch verbessert sich die körperliche Leistungsfähigkeit. Bewegung stärkt zudem die Immunabwehr und hilft so dem Körper, sich gegen Krankheitserreger zu schützen. Auch auf das psychische Wohlbefinden hat Bewegung positive Auswirkungen.

Studien zeigen, dass bei sieben Krebsarten (Dickdarm, Magen, Blase, Nieren, Speiseröhre, Brust, Gebärmutter) das Risiko zu erkranken durch regelmässige körperliche Aktivität bis zu 24% gesenkt werden kann. Viele weitere Krebsarten zeigen ähnliche Tendenzen auf. Während einer Krebstherapie können Nebenwirkungen wie Angst, Depressionen und Müdigkeit positiv beeinflusst werden. Daten belegen ebenfalls, dass durch regelmässige Bewegung die krebsspezifische Sterblichkeit nach einer Therapie sinkt. Weitere Erkenntnisse sind noch nicht ausreichend belegt, die Forschung wird aber stetig vorangetrieben.

Krebsbetroffene leiden häufig an der Schwächung der Muskulatur und funktionellen Einschränkungen. Auf die eigenen Möglichkeiten abgestimmte Handlungspläne helfen dabei körperlich aktiv und motiviert zu bleiben. In erster Linie ist es wichtig eine Art von Bewegung zu finden, die zu einem passt und Freude bereitet.

Das Wichtigste

  • Bewegung ist Medizin und hat viele positive Effekte
  • Jeder Schritt zählt
  • Klein beginnen und je nach Kapazität die Intensität langsam steigern
  • Finden Sie Ihren eigenen Weg und eine Art von Bewegung, die Ihnen Spass macht


Referat der Veranstaltung
Selina Schättin, Krebsliga Schweiz


Fortsetzung folgt
Bereits am 25. Juni 2024 lädt die Krebsliga Bern zum nächsten Vortragsabend der Veranstaltungsreihe «Leben mit und nach Krebs» ein. Anita Christen, Ernährungsberaterin SVDE, wird Fakten über den Einfluss einer gesunden Ernährung präsentieren und einige Mythen auflösen.
 

Datum:

Dienstag, 25. Juni 2024

Zeit:

17:30 bis 19:00 Uhr

Ort:

Kongresszentrum Kreuz, Zeughausgasse 41, 3011 Bern (Saal Fischer)

Anmeldung:  

erwünscht, bis 18. Juni 2024 via Anmeldeformular

Programm:

Flyer


Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Veranstaltungsreihe mit den Vorträgen bis November 2024 findet mit Unterstützung des UCI Tumorzentrums des Inselspitals Bern statt.