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Krebsliga BernAktuellEinblick ins Praktikum von Fatma M.

Einblick ins Praktikum von Fatma M.

"Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ist sehr wichtig"

Die 23-jährige Fatma M. absolvierte im Rahmen ihrer Ausbildung zur diplomierten Pflegefachfrau ein Kurz-Praktikum bei der Krebsliga Bern. Weshalb sie die Zusammenarbeit zwischen Sozialarbeitenden und Pflegefachpersonen als zentral erachtet und was sie für ihre weiteren beruflichen Schritte aus dem Krebsliga-Einsatz mitnimmt, davon berichtet sie im Interview. 

Fatma, du hast ein kurzes Praktikum bei der Krebsliga Bern absolviert. Dieses Praktikum ist Teil deiner dreijährigen Ausbildung am Berner Bildungszentrum Pflege und ermöglicht den Studierenden Einblicke in die verschiedenen Betätigungsfelder von Pflegefachpersonen. Kanntest du die Krebsliga Bern vor deinem Praktikum?
Tatsächlich kannte ich die Krebsliga Bern (KLB) vorher noch nicht und habe mir ihre Arbeit ganz anders vorgestellt. Da ich von der Pflege her komme, bin ich davon ausgegangen, dass die KLB eher wie ein Spital, eine Palliativstation oder wie die Langzeitpflege funktioniert, die die Menschen mit Tumoren behandelt. Ich dachte der Fokus wäre eher auf dem Umgang mit Zytostatika (Chemotherapie), Palliative Care, terminale Situationen (End-of-Life) und Angehörigenarbeit. Ich habe durch mein Praktikum gelernt, dass die Mitarbeitenden der KLB krebsbetroffene Menschen und deren Nahstehenden während und nach einer Krebserkrankung und in schwierigen, persönlichen und sozialen Situationen begleiten und unterstützen. Die Beratenden suchen zusammen mit den Betroffenen nach Lösungen zur Bewältigung der Probleme, die die Krebserkrankung ausgelöst hat. Das hat mich sehr beeindruckt und war so neu für mich.

Verschiedene Perspektiven und Blickwinkel auf Krebs sind wichtig, um den Betroffenen umfassend zu helfen. Wie wichtig ist in deinen Augen die Zusammenarbeit zwischen Pflegefachpersonen und Sozialarbeitenden in der Begleitung von Krebsbetroffenen?
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist sehr wichtig! Vor meinem Praktikum kannten weder ich, noch meine Mitstudierenden die KLB. Wenn ein:e Tumor-Patient:in finanzielle Sorgen hat, wird auch seine:ihre Psyche darunter leiden und somit wird er:sie physisch auch gewisse Symptome zeigen. Als Folge kann sich auch die soziale Situation verändern. Es ist daher wichtig, dass wir Pflegenden die Krebsliga als Unterstützungsmöglichkeit vorschlagen, sobald wir merken, dass ein:e Betroffene:r oder seine Angehörigen finanziellen Engpässe und/oder psycho-soziale Beschwerden haben. Es ist gut zu wissen, dass es die Krebsliga gibt, die die Patient:innen so gut wie möglich entlastet.

Welche Erkenntnisse nimmst du aus deiner Zeit bei der Krebsliga Bern für deine kommenden beruflichen Schritte mit?
Die Zusammenarbeit zwischen Pflegefachpersonen und Sozialarbeitenden ist zentral. Wir von der Pflege sollten mehr auf die Krebsliga hinweisen und, wenn es angezeigt ist, miteinbeziehen. Vor allem wenn es uns auffällt, dass ein finanzielles Problem im Vordergrund ist. Aber auch bei psychischen Beschwerden sollten wir, wenn immer möglich, erwähnen, dass die Krebsliga auch psycho-onkologische Beratungen anbietet.