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Krebsliga BernAktuellForschungsprojekte

Forschungsprojekte

Die Krebsliga Bern hat auch dieses Jahr drei innovative Forschungsprojekte unterstützt. Mit der Vergabe von finanziellen Beiträgen zur Durchführung von klinisch orientierten und laborgebundenen Forschungsprojekten wollen wir den wissenschaftlichen Nachwuchs in Bern fördern.

Wir leisten damit einen Beitrag zum Forschungsstandort Bern und zur Ausbildung von vielversprechenden Forscherinnen und Forschern, was wiederum den Krebsbetroffenen zu Gute kommt. Die eingetroffenen Gesuche werden jeweils von unserer achtköpfigen Forschungskommission begutachtet.

Dieses Jahr haben wir einen Beitrag an diese Forschungsprojekte geleistet:

Entwicklung eines internationalen digitalen Vorhersagemodells mittels maschinellen Lernens zur Vorhersage von Komplikationen nach LungenoperationenDominik Flury

Die sorgfältige Identifikation von Risikopatienten in der Tumorchirurgie ist von grosser Bedeutung. Dennoch ist es für die behandelnden Ärzte oft nicht möglich die verschiedenen Risikofaktoren für den individuellen Patienten gleichzeitig abzuwägen.

Das Ziel dieses Projektes ist es, basierend auf Daten von Spitälern aus der ganzen Welt, ein Vorhersagemodell mittels künstlicher Intelligenz zu entwickeln, welches individuelle Risikoprofile liefert und schlussendlich vorhersagen kann, ob ein Patient ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Komplikationen nach einer Lungenoperation hat oder nicht. Dadurch kann nicht nur eine bessere präoperative Ressourcenplanung sowie chirurgische Entscheidungsfindung mit umfassender Patientenaufklärung stattfinden, sondern auch die Lungenchirurgie durch das gezielte Vorbeugen dieser Komplikationen sicherer gemacht werden.


iBloC – ein patienteneigenes, immunkompetentes Blasenkrebs-on-Chip ModellMirjam Kiener

Blasenkrebs ist trotz jüngster Fortschritte in der Immuntherapie immer noch schwierig zu behandeln. Ein Grund dafür sind fehlende in vitro Modelle, um das Verhalten von aggressivem Blasenkrebs unter physiologischen Bedingungen zu studieren. Im Rahmen dieses Projekts wird ein Blasenkrebs-3D Modell entwickelt. Diese Technologie erlaubt es uns das Blasengewebe in vitro nachzubilden und patienteneigene Immunzellen hinzuzufügen. Da biomechanische Reize sowohl die Immunantwort als auch das Verhalten der Tumorzellen beeinflussen, werden wir einen mechanischen Stimulus in unser Modell einbauen. Dieser soll die periodische Dehnung und Entspannung des Blasengewebes beim Füllen und Entleeren der Blase nachahmen. Damit wird es möglich sein die Immunantwort eines Patienten auf seinen Tumor besser zu verstehen und Immuntherapien in vitro zu testen.


Etablierung einer In-vivo-Pipeline für die Präzisionsmedizin bei neuroendokrinen TumorenInes Marques

Eine wichtige Eigenschaft von bösartigen Tumoren ist die Fähigkeit zur Metastasierung. Dabei dringen Krebszellen in den Blutstrom und setzen sich in verschiede Gewebe ab, wo sie sich wiederum vermehren. Der Zebrabärbling (Zebrafisch) ist ein etabliertes Modell der Kreislaufforschung. Wenn menschliche Krebszellen in Zebrafischlarven injiziert werden, kann das  Zellverhalten innerhalb einer Woche analysiert werden. Wir werden das Verhalten von neuroendokrinen Tumorzellen von einzelnen Patienten untersuchen. Ausserdem werden wir den Effekt von verschiedenen medikamentösen Behandlungen auf die Metastasierung untersuchen und die in den Larven erzielten Ergebnisse mit der Reaktion der Patienten auf die Behandlung vergleichen. Langfristig soll diese Methode erlauben, patienten-spezifische Behandlungen auf der Grundlage der individuellen Eigenschaften des neuroendokrinen Tumors durchzuführen; eine Tumorart über die wir noch sehr wenig wissen.

Der Eingabetermin für die Forschungsgesuche ist jeweils der 31. März, die Entscheidungen der Forschungskommission werden bis spätestens im Oktober kommuniziert.

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