krebsliga_aargaukrebsliga_baselkrebsliga_bernkrebsliga_bern_dekrebsliga_bern_frkrebsliga_freiburgkrebsliga_freiburg_dekrebsliga_freiburg_frkrebsliga_genfkrebsliga_glaruskrebsliga_graubuendenkrebsliga_jurakrebsliga_liechtensteinkrebsliga_neuenburgkrebsliga_ostschweizkrebsliga_schaffhausenkrebsliga_schweiz_dekrebsliga_schweiz_fr_einzeiligkrebsliga_schweiz_frkrebsliga_schweiz_itkrebsliga_solothurnkrebsliga_stgallen_appenzellkrebsliga_tessinkrebsliga_thurgaukrebsliga_waadtkrebsliga_wallis_dekrebsliga_wallis_frkrebsliga_zentralschweizkrebsliga_zuerichkrebsliga_zug
KrebsligaBernische KrebsligaBlogBlog

Die eigene Lebensgeschichte erzählen hilft

Tom Rothenbühler, ein Cancer Survivor, hat am öffentlichen Vortragsabend vom 4. September 2018 seine eindrückliche Überlebensgeschichte geschildert. Die Organisation des Anlasses war eine grosse Herausforderung sowohl für die BKL als auch für die zwei Vortragenden, Tom Rothenbühler und Markus Hari. Der Anlass war ein voller Erfolg. Das Publikum war sehr berührt und dankbar.

Interview: Dr. Christine Aeschlimann, Geschäftsführerin Bernische Krebsliga

Lieber Tom, es erfordert viel Mut, einen solchen Vortrag zu halten. Woher haben Sie die Motivation und Kraft dafür genommen?

Ich war schon seit Längerem auf der Suche nach einer Möglichkeit, meine Geschichte Betroffenen in einer ähnlichen schwierigen Situation zu erzählen, um ihnen Kraft und Zuversicht zu geben, denn auch ich konnte Hoffnung in einer ähnlichen Geschichte gewinnen. Die Ansicht, dass das, was mir geholfen hat, anderen gleichermassen helfen könnte, war Grund genug, meine Geschichte am Vortragsabend zu erzählen.

 

Wie ist es Ihnen und Ihrem persönlichen Umfeld während der Vorbereitung und dem Vortragsabend selber ergangen?

In der Vorbereitung durchlebten mein Umfeld und ich noch einmal die Vergangenheit, was mitunter natürlich sehr emotional war; aber es gab auch eine gewisse Erleichterung, das Ganze überwunden zu haben. Der Vortragsabend selbst war für mich äusserst eindrücklich. Ich sah all die Personen, die in einer ähnlichen Situation waren, und hatte zugleich die Chance, ihnen mit meiner Geschichte allenfalls die nötige Hoffnung und Kraft zu geben, um gegen den Krebs anzukämpfen.

Was nehmen Sie mit aus dieser Erfahrung?

Es war eine interessante Erfahrung, meine Geschichte fremden Personen zu erzählen, auch deshalb, weil ich das vorher in dieser Form und mit so vielen Betroffenen noch nie getan hatte.

Sie waren selber ja nie Klient der BKL. Wie haben Sie von unseren Plänen erfahren, den Anlass «Mein Leben mit Krebs» durchzuführen, und wie haben sie die Zusammenarbeit und die Unterstützung der Bernischen Krebsliga erlebt?

Mein Wunsch war es, meine Erfahrungen weiterzugeben. Meine Ärztin machte mich auf die BKL aufmerksam und stellte den Kontakt her. Mir war es wichtig, meine Geschichte persönlich den Leuten zu erzählen, was ich letztlich dank des gut organisierten Vortragsabends der BKL auch machen konnte. Ein herzliches Dankeschön für die Organisation.

Sie konnten sich mit einer unglaublichen Willenskraft und viel Kampfgeist selber helfen. Die formelle Achtsamkeitspraxis spielte dabei auch eine Rolle. Praktizieren sie diese noch heute regelmässig?

Selber helfen würde ich nun nicht gerade sagen. Das war eine positive Ergänzung, die mir geholfen hat, gegen den Krebs anzukämpfen. Gewiss wende ich die Meditation auch heute noch an, das ist etwas, was ich sehr empfehlen kann.

Last but not least: Was hat Sie die Krankheitserfahrung gelehrt?

Ich denke, da bin ich mit den meisten Betroffenen einig: Das Leben geniessen – niemand weiss, wie alt er wird, aber wir entscheiden selbst, wie wir unsere Zeit nutzen.