Sonnenlicht hebt die Stimmung, spendet Wärme und unterstützt die Bildung von Vitamin D. Gleichzeitig kann übermässige UV-Strahlung gesundheitliche Folgen haben. Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung, Augenschäden oder Hautkrebs zählen zu den möglichen Risiken. Ein wirksamer Sonnenschutz ist daher ein wichtiger Beitrag zur Prävention.
Wie einschneidend eine Hautkrebserkrankung sein kann, zeigt die Geschichte von Werner Buri-Ritter. Die Diagnose habe ihm «den Boden unter den Füssen weggezogen». Sichtbaren Hautkrebs habe er nie gehabt, umso unerwarteter sei die Erkrankung gekommen. Heute ist sein Alltag stark geprägt von den Folgen der Krankheit und der Behandlungen. Aufgrund seiner Sehbehinderung als Nebenwirkung der Krebsbehandlung kann er viele frühere Hobbys nicht mehr ausüben, auch das Reisen ist nur noch eingeschränkt möglich.
Besonders belastend seien die gesundheitlichen Komplikationen gewesen, die erst Jahre nach der Therapie auftraten. Anfangs habe er grosse Hoffnung gehabt, wieder vollständig in sein früheres Leben zurückzufinden. Die Immuntherapie und die Bestrahlungen der Melanome hätten zunächst gut angeschlagen. Doch rund zwei Jahre später seien schwere Folgen der Behandlung aufgetreten. Durch eine sogenannte Radionekrose – eine Schädigung von Hirngewebe infolge der Bestrahlung – habe er starke Sehstörungen entwickelt.
Heute ist sein Sehfeld stark eingeschränkt. Er lebt mit einer linksseitigen Hemianopsie, sieht teilweise verschwommen oder verzerrt, und manchmal entspricht das Wahrgenommene nicht der Realität. Aufgrund dieser Komplikationen musste er sich einer weiteren Hirnoperation unterziehen.
«Die Krankheit sollte nicht mein Leben bestimmen, tut es aber trotzdem sehr oft.»
Austausch, der stärkt
Geholfen habe ihm das Gespräch mit anderen Betroffenen. Inzwischen hat er eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Melanom gegründet. «Es sind Menschen, die mich ohne grosse Erklärungen verstehen», erzählt er. Auch Sport gebe ihm körperlich und psychisch Kraft.
Mit seiner Geschichte möchte er andere Menschen sensibilisieren. «Die Haut vergisst nie – jeder Sonnenbrand ist einer zu viel», betont er. Sonnenschutz sei heute ein fester Bestandteil seines Alltags: Sonnencreme mit Sonnenschutzfaktor 50+, Sonnenhut, schützende Kleidung und das konsequente Meiden der Mittagssonne. Ein besonderes Anliegen sei ihm der Schutz von Kindern vor UV-Strahlung, da viele Hautschäden bereits in jungen Jahren entstehen.
«Schützen Sie sich! Ein Hautkrebs ist nicht erstrebenswert und kann Ihr Leben
stark und für immer verändern.»
Freitag, 26. Juni 2026 von 14–19 Uhr im Eichholz, Bern
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