Eine Anämie bedeutet, dass im Blut entweder zu wenige rote Blutkörperchen (Erythrozyten) oder zu wenig roter Blutfarbstoff (Hämoglobin) sind. Das Hämoglobin ist Teil der roten Blutkörperchen. Oftmals wird die Anämie auch als Blutarmut bezeichnet.
Warum entsteht eine Anämie?
Eine Anämie ist oftmals nur ein Symptom und weist auf eine andere Erkrankung hin. Menschen verlieren öfter oder mehr Blut, beispielsweise bei starker Regelblutung oder nach einer Operation. Bei einer Chemotherapie werden auch gesunde sich schnell teilende Zellen zerstört. Das können auch blutbildende Zellen sein. Es gibt Krebsarten des Bluts, beispielsweise die Leukämie. Die kann sich auch auf die roten Blutkörperchen auswirken. Die roten Blutzellen sind verändert, anders geformt und nicht funktionsfähig, beispielsweise bei einer Sichelzellenanämie.
Ein Eisenmangel kann zu einer Anämie führen.
Warum kommt Anämie bei Krebs vor?
Eine Anämie kann durch die Krebserkrankung selbst entstehen oder durch die Behandlungen.
Wie stellen Ärztinnen und Ärzte eine Anämie fest?
Mit einer Blutuntersuchung.
Welche Beschwerden haben Menschen mit einer Anämie?
Die roten Blutkörperchen transportieren den Sauerstoff in den ganzen Körper. Der Mangel an roten Blutkörperchen oder Hämoglobin bei einer Anämie führt zu einer unzureichenden Sauerstoffversorgung. Dadurch entstehen die Beschwerden.Betroffene sind müde und erschöpft. Sie können kurzatmig sein. Ihnen kann schwindlig sei oder sie sind blass.
Menschen mit Krebs haben häufiger eine Anämie. Meistens ist sie gut behandelbar. Bei Beschwerden ist es wichtig, das Behandlungsteam zu informieren.